Noah2014 – Das Rätsel der Arche Noah

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Gertrude Bell und die Arche Noah

Kinofilm über die »Queen of the Desert« mit Nicole Kidman

3.2.2015, erweiterte Version von Kapitel 20 aus dem Buch »Das Rätsel der Arche Noah«.

Nicole Kidman spielt Gertrude Bell: Ab dem 6. Februar 2015 läuft ein Kinofilm mit der berühmten Oscarpreisträgerin und einst bestbezahlten Hollywood-Schauspielerin auf der Berlinale an. Regie führte Werner Herzog, der mehrere Filme mit Klaus Kinski drehte und viele internationale Erfolge verbuchen konnte. Mich persönlich beeindruckte seine Dokumentation »Die Höhle der vergessenen Träume« über Höhlenmalereien in der Chauvet-Höhle in Frankreich. Weitere Rollen in »Queen of the Desert« spielen Robert Pattinson (»Twilight«) und Damian Lewis (»Homeland«). Diese Verfilmung möchte ich zum Anlass nehmen, das Kapitel über Gertrude Bell aus meinem Buch »Das Rätsel der Arche Noah« an dieser Stelle online zu veröffentlichen – erweitert um einige biografische Details, die es nicht ins fertige Buch schafften.

Dreharbeiten zum Film »Queen of the Desert« in der Wüste Marokkos.

»Sie verhielt sich beim Bergsteigen genauso wie bei allen anderen ihrer Unternehmungen: Nie folgte sie ausgetretenen Pfaden, sondern nahm stets neue Ziele in Angriff. Sie suchte sich immer etwas, was noch niemand ausprobiert hatte, und Schwierigkeiten waren bekanntlich dazu da, überwunden zu werden. Alles andere war nicht der Mühe wert.« [1] Das Finsteraarhorn war noch nie von einer Frau bezwungen worden. »Es gab in den Alpen kaum eine Wand, die steiler und höher war.« [2] Gertrude Bell (1868–1926) war wagemutig genug, am 31. Juli 1902 um ein Uhr nachts ihren Aufstieg zu beginnen. Das Trio, zu dem sie gehörte, schaffte den Gipfel nicht und Bell hätte im Schneesturm fast ihr Leben verloren. Sie hatte einen eisernen Willen und kämpfte stets verbissen um ihre Ziele – 
hier erreichte sie es nicht. Immerhin trägt im Berner Oberland eines der Engelhörner zur Erinnerung an sie den Namen »Gertrudes Gipfel.« [3]

Um einen Blick auf das Finsteraarhorn zu werfen, wollte ich im Oktober 2013 mit meinen Brüdern eine Bergtour im Berner Oberland unternehmen. Leider war dies aufgrund eines frühen Wintereinbruchs nicht möglich. Zumindest aber konnten wir das Grimsel-Hospiz besuchen, von wo aus Bell ihre Tour im Jahr 1902 startete. Allerdings steht das neue Hotel etwas oberhalb des ehemaligen Gebäudes, das nach dem Bau des Staudamms im Jahr 1928 im Grimselsee versank.

Das Grimsel-Hospiz heute. Bereits 1397 gab es auf dem Pass ein Haus zur Sicherung der Handelsroute.

Die Verdienste von Gertrude Bell um die Erforschung des Arche-Noah-Berges Cudi Dagh können nicht hoch genug eingeschätzt werden: Die britische Forschungsreisende, die als »der weibliche Lawrence von Arabien« und als die »ungekrönte Königin des Orients« [4] bezeichnet wurde, hat der Welt spektakuläre Bilder und lebendige Schilderungen hinterlassen, die auch über hundert Jahre nach jenem 13. Mai 1909 noch zum Wertvollsten gehören, was über den Berg Cudi zu finden ist.

Gertrude Bell.

Verglichen mit dem berühmten Thomas Edward Lawrence (1888–1935), der maßgeblich an dem von den Briten initiierten Aufstand der Araber gegen die Türken während des Ersten Weltkriegs beteiligt war und mit dem sie eng befreundet war, hat Gertrude Bell nur untergeordnete Bekanntheit erlangt. Und doch erschien sie gerade in den letzten Jahren sogar auf den Titelseiten von Magazinen und es wurden verschiedene Bücher über diese bemerkenswerte Frau verfasst. Das Magazin Geo widmete ihr 2008 eine Titelgeschichte und bezeichnete Bell als »die Frau, die den Irak erfand« und »die erste Irakerin«. [5] Und nun kommt 2015 ein Film über sie ins Kino – 53 Jahre nach dem Filmepos mit Peter O'Toole als »Lawrence von Arabien«.

In den spannungsgeladenen Kriegsjahren 1914 bis 1918, als die Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich im zerbrechenden Osmanischen Reich um Einfluss rangen und die Araber um ihre Unabhängigkeit kämpften, sei sie die »zentrale Figur« gewesen. Die britischen Militärs machten die damals geschätzte Abenteurerin und Archäologin zur Agentin – sie nutzten ihre umfangreichen Kenntnisse des Zweistromlandes und vor allem der Menschen, die dort lebten.

Ebenfalls 2008 brachte das Magazin National Geographic Deutschland eine Story über Gertrude Bell – in einer Serie mit dem Titel »Europas Traum vom Orient« neben Lawrence von Arabien und Max von Oppenheim. Hier heißt es: »Als Großbritannien begann, verfeindete Wüstenstämme in einem neuen Staat zu vereinen, setzte es auf Gertrude Bell –
 Abenteurerin, Gelehrte, Spionin.« [6]

Trotz der heute verfahrenen Situation zwischen den unterschiedlichen Ethnien im Irak reicht das politische Wirken Gertrude Bells bis in die Gegenwart und war durch ihre einzigartigen Eigenschaften gekennzeichnet. So wagte sie es als Frau, sich in die von Männern dominierte Gesellschaft im Vorderen Orient einzumischen – und hatte dabei große Erfolge.

Und sie war eine gewissenhafte Archäologin: Sie erkundete Gegenden, die vor ihr noch kaum ein Mensch aus dem westlichen Kulturkreis gesehen hatte. Mit einem an Leichtsinn grenzenden Mut machte sie weder Halt vor den Zelten einheimischer Scheichs noch vor den unwirtlichsten Bergen und Wüsten. Dabei hatte sie immer ihr Porzellangeschirr dabei und achtete auf eine stilgerechte Teezeit, ganz egal, wie weit sie von ihrer englischen Heimat entfernt war.

Biografisches

Thomas Hugh Bell, Gertrudes Vater, wurde 1844 geboren und bekam schon als Kind einen intensiven Einblick in die intellektuelle Gedankenwelt großer Geister, denn im Salon seines Vaters, des Großindustriellen Sir Isaac Lowthian Bell (1816–1904) trafen sich berühmt gewordene Herren. »Er war dabei, als Charles Darwin und Thomas Huxley über die Evolution diskutierten, und John Ruskin, der Sozialreformer, und William Morris, der Schöngeist unter den Sozialisten, den revolutionären Gedanken entwickelten, dass der Mensch nicht nur die Industrie, sondern die Industrie auch die Lebensqualität des Menschen verbessern müsse.« [7]

1867 heiratete Hugh die Kaufmannstochter Mary Shield, die am 14. Juli 1868 ihre erste gemeinsame Tochter zur Welt brachte: Gertrude Margaret Lowthian Bell.

Nachdem ihre Mutter gestorben war, als sie noch nicht einmal drei Jahre alt war, hatte Gertrude in ihrer Kindheit – und auch später – ein ganz besonders enges Verhältnis zu ihrem Vater. Am liebsten verbrachte sie ihre Zeit mit ihm im Blumengarten. Zum Geburtstag hatte er ihr eine Gießkanne geschenkt und ihre Liebe zu den Blumen geweckt. Diese Liebe sollte ihr Leben lang anhalten, auch dann noch, als sie die Landschaften Kleinasiens und Mesopotamiens erkundete. Ihre Berichte auch der Tour auf den Berg Cudi sind geprägt von detaillierten Beschreibungen der Pflanzenwelt. Gertrude lernte auch reiten, schwimmen und Tennis, man brachte ihr Deutsch, Französisch, komplizierte Näharbeiten, malen und musizieren bei sowie Kenntnisse in Kunst und Literatur. Später sprach sie noch Italienisch, Persisch, Türkisch und vor allem Arabisch, das für sie zu einer zweiten Muttersprache wurde.

Gertrude war außerordentlich intelligent und interessierte sich für Dinge, die Mädchen zu jener Zeit normalerweise verwehrt waren: »Ich würde gerne ins Nationalmuseum gehen, aber leider ist niemand da, der mich begleiten könnte. Wäre ich ein Junge, könnte ich jede Woche in dieses einzigartige Museum gehen. Nur weil ich ein Mädchen bin, bleiben mir diese wunderschönen Dinge vorenthalten.« [8]

Nach der Schule studierte sie in Oxford. Damals war dies sehr ungewöhnlich und als erste Frau schloss sie ihr Studium der Zeitgeschichte mit der höchsten Auszeichnung ab. Der nun normalerweise vor ihr liegende Lebensstil in der Londoner Oberschicht behagte ihr nicht. An potentiellen Ehepartnern hatte sie kein Interesse, denn die meisten Männer übertraf sie an Bildung und Intelligenz bei weitem. Sie blieb schließlich unverheiratet, verabschiedete sich vom konventionellen Lebensweg einer britischen Dame und reiste immer wieder in den Orient. Ihr Buch »Am Ende des Lavastroms – Durch die Wüsten und Kulturstätten Syriens« wurde zum großen Erfolg und brachte ihr Anerkennung als Forschungsreisende ein. Die New York Times charakterisierte Gertude Bell sehr treffend in einem Artikel über das Buch: »Die englischen Frauen sind sonderbar. Auf der einen Seite sind sie vermutlich die größten Sklavinnen der Konventionalität. Wenn sie aber einmal damit gebrochen haben, dann richtig, so als wollten sie sich rächen.« [9]

1909 brach sie zu einer Reise auf, in deren Verlauf sie am 13. Mai den Berg Cudi besuchte. Die Ereignisse dieser Reise hat Bell dreifach für die Nachwelt festgehalten: Sie schrieb ein ausführliches Tagebuch, berichtete in zahlreichen Briefen – und brachte schließlich das Buch »Amurath to Amurath« heraus, in dem sie ihre Erlebnisse noch um einige Hintergrundinformationen ergänzte.

Auf zum Cudi Dagh!

Am unmittelbarsten erfährt man vom Abenteuer am Berg Cudi aus ihrem Tagebuch. Sie startete ihre Tour vom Camp in Hassana aus, einem kleinen Dorf am südlichen Fuß des Cudi, das heute den türkischen Namen Kösreli trägt: »Um 4 Uhr morgens ging es los, mit Selim und dem Esel, Abdul Mejid (einem meiner Soldaten), Kas Mattai sowie Shim’un. Auf zum Cudi Dagh! Wir wanderten ungefähr zweieinhalb Stunden aufwärts durch Eichenwälder entlang der oberen Berghänge, unterhalb steiler Klippen. Dann kletterte ich aufwärts. Alpines Hochland mit Schneekränzen breitete sich vor mir aus, darüber ein hoher felsiger Gipfel. […] Am Fuß der Felsklippen ließen wir den Esel mit Mejid zurück und kletterten eine halbe Stunde lang zur Sefinah [Das bedeutet »Schiff«.] hinauf, die wir um 8:35 Uhr erreichten. Scharlachrote Tulpen, immer noch in voller Blüte, umgaben sie.« [10]

Was sie auf dem Gipfel sah, beschreibt sie so: »Eine stattliche Ruine: grobe Kammern, überdacht mit Ästen und dünnen Baumstämmen, dazu ein Wasserbehälter weiter unterhalb bei einem Schneekranz. Eines der Gebäude besteht aus sehr großen Steinblöcken und scheint sehr alt zu sein. Ein wenig unterhalb – südlich – sind weitere Ruinen auf einem Plateau: möglicherweise die Grundmauern des alten Klosters. Das Gebäude hier besteht aus einem offen ummauerten runden Platz mit einigen Kammern ohne Dach zum Westen hin. Ich denke, es ist moslemischen Ursprungs. In einer der Kammern und in der Anlage ist in der Südseite eine kleine Nische zu erkennen – Mihrabs?« [muslimische Gebetsnischen, 11]

Das Foto der Ruine auf dem Gipfel ist einmalig, auch ihre drei Begleiter hat sie in guter Qualität abgebildet. Außerdem hat sie – geradezu sensationell – ein 180-Grad-Panoramabild aufgenommen. Anfangs war es aufgrund eines Fehlers etwas mühsam, die Dateien aus den Tiefen des Gertrude-Bell-Archivs hervorzuholen. Inzwischen sind sie aber für jedermann zugänglich.

Das Panoramabild vom Gipfel des Cudi Dagh ist beeindruckend. Klicken Sie es an, um es in voller Größe betrachten.

»Die Aussicht ist herrlich und von einer rauen Schönheit, die Gegend ist außerordentlich öde«, schreibt sie weiter. »Im großen Tal gen Norden sah ich nur vier Dörfer, das größte davon Shandokh, der Sitz eines kurdischen Aghas. Wir aßen zu Mittag, legten uns ein wenig schlafen und verließen den Gipfel um 12:15 Uhr.

Gertrude Bells Foto der Ruine auf dem Gipfel ist bis heute das beeindruckendste, denn inzwischen ist die Struktur weiter zerfallen.

Shim’un stieg hinab, um wieder mit Mejid und dem Esel zusammenzutreffen, wir anderen gingen am Gipfel entlang. Wir trafen einige muslimische Schafhirten eine halbe Stunde vom Gipfel entfernt. Sie zeigten uns eine kleine Ruine mit folgender Geschichte: Ein Mann hatte eine Monatsreise hinter sich, um die Arche zu besuchen, und als er an diese Stelle kam, traf ihn der Teufel und erzählte ihm, dass er noch einmal so weit zu gehen habe. In seiner Verzweiflung baute sich der Mann eine Hütte und lebte hier, bis er schließlich starb.

An den nördlichen Hängen fanden wir hellblaue Hyazinthen und Blausterne vor. Auf den Schneekränzen standen Schafe. Diese Hirten waren Moslems, die hier oben mit ihren Herden versuchten, der Schafsteuer zu entkommen. Tatsächlich trafen wir welche, die uns für Soldaten hielten, uns wütend anschrien und sogar Schüsse abfeuerten. Ich verließ den Schnee und setzte mich zwischen die Felsen, um nicht so ein gutes Ziel abzugeben. Bald war jedoch alles geklärt und wir gingen weiter zum Waldweg. Ich wäre gerne einen anderen Weg gegangen, vorbei an Noahs Grab, einer Klosterruine und einer verfallenen Burg. Aber es war sehr heiß, und so bevorzugte ich den Pfad oberhalb. Wir rasteten bei einer kleinen Quelle, als Kas Mattai uns von seinen Problemen erzählte: Wie die Kurden aus Shandokh über den Pass kamen, seine Gastfreundschaft einforderten, Essen, Bett und Mantel verlangten. Dieses Jahr haben die Gemeinden die Schafsteuer zweimal erhoben – einmal für die Rückstände aus dem letzten Jahr. Den Aghas reichte nicht einmal das und immer wieder kamen sie hinunter in das Dorf, um zu plündern, zu brandschatzen und zu töten. Wir kamen zurück zum Camp um vier Uhr nachmittags und ich genoss das frische Wasser. Die Nestorianer des Tiari-Gebiets halten sich mühsam gegen die Kurden.« [12]

Die Begleiter unterhalb der Gipfel-Ruine auf dem Cudi Dagh.

In ihrem Buch »Amurath to Amurath«, das nur in englischer Sprache erhältlich ist, erläuterte sie noch einige Hintergründe: So habe auf dem Gipfel, der »Sefinet Nebi Nuh« (»Schiff des Noah«) genannt wird, einst ein berühmtes nestorianisches Kloster gestanden, das im Jahr 766 [776 ist wahrscheinlicher, siehe Anmerkung 13] durch einen Blitzschlag zerstört wurde. Auf seinen Ruinen sei eine Moschee gebaut worden, die ebenfalls zerfallen ist. Sie beschreibt, wie sich regelmäßig an einem bestimmten Tag im Sommer Christen, Moslems und Juden auf dem Gipfel treffen, um dem Propheten Noah die Ehre zu erweisen. Über die Holzstämme und Äste würden zu diesem Anlass Stoffstücke gespannt. [14]

Auch die assyrischen Flachreliefs, die sich am Berg Cudi befinden und die von L.W. King entziffert wurden, hat sie auf Zelluloid festgehalten. Beim Lesen der Biografie Gertrude Bells staunt man, was diese Frau im von Männern dominierten Orient geleistet hat.

Gertrude Bells Begleiter an einem assyrischen Königsrelief, das Sanherib darstellt.

Später erlangte sie große Bedeutung als Architektin des neuen Staates Irak. Durch ihre intimen Kenntnisse des Landes und der verfeindeten Wüstenstämme gelang es ihr – im Auftrag Großbritanniens –, die Menschen Mesopotamiens unter einem gemeinsamen Oberhaupt zu vereinen, auch wenn sich die Einigkeit später als brüchig herausstellen sollte.

Abenteurerin, Forscherin, Spionin – alles davon war sie. Ihre Aufnahme von der Ruine, die inzwischen stark verfallen ist oder gar zerstört wurde, und das Panoramafoto vom Gipfel sind wichtige Zeugnisse der Geografie und Geschichte vom Landeplatz der Arche Noah.

 

 

Fußnoten

[1] Janet Wallach: »Königin der Wüste«, S. 110.

[2] Ebd.

[3] Ebd., S. 108.

[4] Ebd., auf der Buchrückseite.

[5] »Geo«, Ausgabe 3/2008.

[6] National Geographic Deutschland 3/2008, S. 139.

[7] Janet Wallach: »Königin der Wüste«, S. 32.

[8] Ebd., S. 45.

[9] Ebd., S. 135.

[10] Gertrude Bell: »Diaries«, Eintrag vom 13.5.1909.

[11] Ebd.

[12] Ebd.

[13] Die meisten Autoren haben die Jahreszahl 776. Einige wenige, darunter Gertrude Bell, nennen hier als Jahresangabe 766. Die von allen zitierte Quelle ist Joseph Simonius Assemanns »Orientalische Bibliothek«, doch in der deutschen Zusammenfassung seiner Werke durch August Friederich Pfeiffer von 1776 fehlt diese Überlieferung und das Original konnte ich bisher nicht einsehen. In einer kommentierten englischen Koranausgabe von 1734 gibt George Sale die Stelle aus dem lateinischen Originalwerk Assemanns an, in der das Geschehnis des Jahres 776 beschrieben ist: »Die Chronik des Jacobiten Patriarch Dionysii, Orientalische Bibliothek Teil 2«, S. 113. In Pfeiffers deutscher Ausgabe findet sich im zweiten Abschnitt ab Seite 215 ein Kapitel über Dionysius I., einen jacobitischen Patriarchen seit dem Jahre 775. Darin stehen einige Informationen über ihn, aber die Geschichte mit dem abgebrannten Kloster ein Jahr danach hat Pfeiffer wohl nicht vom Original übernommen, bei seiner Akribie eigentlich nicht nachvollziehbar. Zwar verweist er hier (z.B. S. 218) auf die »Allgemeine Welthistorie«, trotzdem wird nicht klar, warum er das Ereignis nicht beschreibt.

[14] Siehe Gertrude Bell: »Amurath to Amurath«, S. 292.

 

 

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