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Noah: Retter, Urahn, Mythos?

Handzettel als Gedankenimpuls zum Kinofilm

3.3.2014

Frisch eingetroffen sind die neuen DIN-A5-Infoflyer, die sich optimal für evangelistische Aktionen rund um den Noah-Hollywood-Film eignen. Was unterscheidet Noah und den Hobbit? Ist die angeblich sagenhafte Welt aus Noahs Zeiten nur ein fantasievoller Mythos wie Tolkiens Mittelerde? Der Infoflyer kann als Gedankenimpuls an Kinofans weitergegeben werden und regt dazu an, sich mit der Wahrheit der Bibel weiter zu beschäftigen. Falls Sie Interesse an einer größeren Stückzahl dieser Handzettel haben, ggf. auch mit Eindruck der Adresse Ihrer Kirche oder Gemeinde, nehmen Sie bitte Kontakt auf. In einer fürs Web optimierten Version können Sie den Noah-Infoflyer auch im PDF-Format herunterladen. Nachfolgend der Inhalt.

Noahflyer

Noah und der Hobbit

Die Fans der großen Leinwand haben in den letzten Jahren die großen Erzählungen aus der Feder von J.R.R. Tolkien kennengelernt. In »Der Hobbit« zieht Bilbo Beutlin mit 13 Zwergen und dem Zauberer Gandalf los, um große Abenteuer zu erleben.

Der Kontinent Mittelerde, auch Schauplatz der »Herr der Ringe«-Abenteuer, existiert nur in der Fiktion. J.R.R. Tolkien begründete mit seinen Erzählungen die moderne Fantasy-Literatur. Er schuf eigene Sprachen, sonderbare Völker, namhafte Helden und: Geschichte. »Das Silmarillion« enthält die Schöpfungsgeschichte von Tolkiens Welt, mythologische Erzählungen und einen Gott, der das Fantasy-Universum geschaffen habe: Das Silmarillion beginnt mit dem Satz: »Eru war da, der Eine.«

Ein uraltes und sehr berühmtes Epos enthält diese Worte: »Reiß nieder dein Haus, bau dir ein Schiff! Lass fahren all deine Habe, dein Leben suche zu retten! Schwör ab dem Besitz und gewinne das Leben! Nimm allerlei lebend’gen Samen in dein Schiff hi­nein!« Diese Anweisungen sind an einen Mann namens Utnapischtim gerichtet. Ein Gott beauftragt ihn zu einem Abenteuer, größer als das des kleinen Hobbits: Utnapischtim soll mit einer schwimmenden Arche Menschen und Tiere vor einer Flut retten, die von den Göttern geschickt wird, um die Menschheit auszulöschen.

Das babylonische Gilgamesch-Epos gilt vielen als eine der ältesten Fantasy-Geschichten der Welt. Aus den Mythen aus dem heutigen Irak sollen auch die Erzählungen stammen, die heute für gläubige Menschen eine besondere Bedeutung haben: die ersten Kapitel der Bibel, die Genesis.

Noah, so ist Utnapischtim in der Bibel bekannt, und Bilbo Beutlin, der Held von Mittelerde – zwei Gestalten, deren Abenteuer auch Hollywood interessieren. Peter Jackson und Darren Aronofsky sind bekannte Regisseure, Stars wie Martin Freeman und Russell Crowe spielen die Hauptrollen. Fantastische Geschichten als unterhaltsamer Stoff fürs Kino. Allesamt rein fiktive Filmfiguren?

»Geschichte wurde zur Legende, Legende wurde Mythos und zweieinhalbtausend Jahre lang wusste niemand mehr um den Ring – bis er sich eines Tages einen neuen Träger suchte.« – Dieser Ausspruch aus der erfundenen Welt von »Herr der Ringe« scheint in der Wirklichkeit nicht zu gelten. Mythos war niemals Geschichte, kein Historiker nimmt die Mythen unser Vorfahren für bare Münze. Die biblische Urgeschichte wird gerne als frommes Märchen betrachtet, mit allenfalls symbolischer Darstellung zeitloser Wahrheiten.

Aber ist vielleicht tatsächlich weit mehr dran an den »Mythen« der Bibel? Wurden darin nur bereits seit langem überlieferte unglaubwürdigen Legenden kopiert?

Vieles deutet darauf hin, dass die fünf Mosebücher schon viel älter sind, als in der heutigen Bibel-Wissenschaft angenommen wird. Es wurde sogar vermutet, dass Mose in den ersten Kapiteln der Genesis Tontafel-Dokumente seiner Vorfahren abgeschrieben hat. Waren es wahre Ereignisse, die von den Schreibern der Bibel notiert und im Gilgamesch-Epos literarisch verarbeitet wurden?

Mehrere Argumente sprechen deutlich für die Verfasserschaft Moses: Die exakten und genau zutreffenden Schilderungen des Landes Ägypten; die Beschreibung der Ereignisse während des Exodus, die zeigen, dass der Schriftsteller selbst erlebt hatte. Ein Theologe schlussfolgert, »dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Mose allein die biografischen, literarischen, geistigen und geistlichen Voraussetzungen für seine Autorschaft vereinigt.« Für Christen ist die Tatsache interessant, dass Mose als Verfasser der Mosebücher durch Jesus selbst bestätigt wurde.

Wenn nun Mose persönlich die nach ihm benannten Bücher geschrieben hat, sind seine Inhalte mindestens 700 Jahre früher schriftlich fixiert worden als gemeinhin angenommen. Es ist somit sehr viel unwahrscheinlicher, dass Mose von Quellen wie dem Gilgamesch-Epos abgeschrieben hat. Viel eher gehen Bibel und babylonische Überlieferungen gleichermaßen auf Ereignisse zurück, die tatsächlich stattgefunden haben. Mose, Abraham und Noah sind dann keine fiktiven, sondern wirkliche Persönlichkeiten der Frühgeschichte. Und wenn die Menschheit, wie es die Bibel berichtet, durch die Flut gerichtet und ausgelöscht wurde, dann wäre Noah wahrhaftig der Urahn der gesamten nachsintflutlichen Menschheit. Für die Sintflut als geschichtliche Tatsache gibt es eine Vielzahl weiterer Belege, so zum Beispiel die Überlieferungen unterschiedlicher Kulturen Asiens, Amerikas und des Nahen Ostens. Zu den außerbiblischen Quellen des Alten Orients zählen neben dem Gilgamesch-Epos auch das noch ältere Atrachasis-Epos sowie die Sumerische Königsliste (in dieser trägt Noah den Namen »Ziusudra«, der später vom Geschichtsschreiber Berossos als »Xisuthros« wiedergegeben wird).

Viele haben schon nach der Arche gesucht. Vor 2000 Jahren soll sie noch existiert haben: »Es befinden sich dort auch noch Überreste der Arche, in welcher Noah der Sintflut entkommen sein soll. Jedem, der sie sehen will, werden die Trümmer noch bis auf den heutigen Tag gezeigt«, schreibt Josephus.

Auf einem der »Berge von Ararat«, dem Berg Cudi, sieht man noch heute Überreste von Ruinen eines alten Klosters, das zu Ehren der Arche gebaut worden war. Aus den Erkenntnissen der Archäologie, den Zeugnissen der antiken Historiker und im Licht der Bibel ergibt sich ein überraschend stimmiges Bild der antiken Geschichte. Zugegeben, mit manchen Wundern und übernatürlichen Ereignissen – aber entspricht dies nicht genau dem, was man erwarten müsste, wenn Gott existiert und er souverän handelt?

Wenn wir uns ganz neu auf die Bibel als historisches Zeugnis einlassen, erblicken wir ein sehr glaubwürdiges und von Gottes Existenz bestimmtes Weltbild, in das auch Wunder passen. Die Teilung des Schilfmeeres, die Speisung der 5000 – die Sintflut. Gott kann auch übernatürlich eingreifen.

Wir dürfen dann auch Vertrauen fassen in die eigentliche Botschaft der Bibel: in ihre Glaubenswahrheiten und Verheißungen. Und in die gute Nachricht, dass die sündige Menschheit nicht nur einmal vor ihrer Vernichtung errettet wurde. Wie damals die Arche ist nach Überzeugung der Christen Jesus der Retter aus der Schuld von uns Geschöpfen gegenüber unserem Schöpfer.

Über den Glauben daran, dass Gott Rettung ermöglicht, steht im Hebräerbrief: »Durch den Glauben verstehen wir, dass die Welt auf Gottes Befehl hin entstand und dass alles, was wir jetzt sehen, aus dem entstanden ist, was man nicht sieht. … Durch den Glauben baute Noah eine Arche, um seine Familie vor der Flut zu retten. Er gehorchte Gott, der ihn vor etwas warnte, das noch nicht zu sehen war. Sein Glaube war das Urteil über den Unglauben der übrigen Welt; er aber wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.« (Kapitel 11,3+7)

Zurück ins Kino: Hobbits sind einfache Wesen, die zu Ungewöhnlichem fähig sind. Der gläubige Schriftsteller Tolkien hat es verstanden, eine ganze literarische Welt zu erschaffen, ein fiktives Paralleluniversum. Doch Mittelerde existiert in Wirklichkeit nicht.

Der Historiker Josephus dagegen fühlte sich der Wahrheit verpflichtet, ebenso wie natürlich die Autoren der Bibel, z.B. Mose. Noah hat wirklich gelebt, die Bibel berichtet sachlich und ungeschönt von ihm. Dieser Bericht ist in 1. Mose in den Kapiteln 6 bis 9 nachzulesen. Dort beginnt es in Kapitel 6,5:

»Doch der Herr sah, dass die Bosheit der Menschen groß war und dass alle ihre Gedanken durch und durch böse waren. Da bereute der Herr, dass er sie geschaffen hatte, ja es bekümmerte ihn sehr. Und der Herr sprach: ›Ich werde diese Menschen, die ich geschaffen habe, von der Erde ausrotten; sowohl die Menschen als auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel. Ich bereue, dass ich sie überhaupt geschaffen habe.‹  Noah aber fand Gnade vor dem Herrn.«

Gott wollte seine Schöpfung nicht komplett ausradieren, sein Ziel war es, die Menschen und Tiere zu retten und noch einmal ganz neu anzufangen. So ist als Ausdruck der Gnade Gottes auch Jesus Christus als Retter gekommen, um unsere Schuld zu vergeben und uns die Möglichkeit zu geben, ganz neu eine Glaubensbeziehung mit Gott anzufangen!

Timo Roller

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