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Die Zeit, bevor es Regenbogen gab

Neues aus einem Interview mit dem Noah-Regisseur Darren Aronofsky

12.2.2014

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Keine Umhänge, keine Sandalen! Und Regisseur Darren Aronofsky hatte Noah-Darsteller Russell Crowe versprochen, er müsse sich nie mit zwei Giraffen im Hintergrund ablichten lassen. In einem Interview mit dem Magazin »Rolling Stone« erzählte Aronofsky, der heute Geburtstag hat, einige Details über das wohl zweistündige Hollywood-Epos.

»Noah« sei ein Film für jedermann. Er halte sich komplett an den Text der Bibel und behandle die Genesis als Wahrheit, »so wie ich es mit jedem zu verfilmenden Buch machen würde«. Natürlich habe er aber die wenigen Genesis-Kapitel (»In der Bibel redet Noah nicht eimal«) durch dramaturgische Elemente ergänzen müssen. »Wir haben versucht dem Thema und den überlieferten Ideen treu zu bleiben, aber trotzdem eine spannende Geschichte für ein Publikum des 21. Jahrhunderts zu erschaffen.« Gläubige würden ihre Werte wiedererkennen, Nicht-Gläubige würden begeistert sein, dass es sich nicht um die Bibel ihrer Großmutter handle.

Darren Aronofsky erzählt von seiner vorsintflutliche Welt auf der großen Leinwand: Die Bibel rede über Kreaturen wie die Nephilim oder den Leviathan. »Es war eine sehr magische, spirituelle Welt. So fremdartig wie – sagen wir mal – Mittelerde.« Es sei die Zeit gewesen, bevor es Regenbogen gab.

Den Umgang mit dem »Zorn Gottes« beschreibt er am Ende des Interviews: die Geschichte der Flut sei keine Kindergeschichte. »Der Schöpfer ist so entsetzt von den Menschen, dass er alles zerstören will, um ganz neu anzufangen.«

Wie dies den Charakter von Noah beeinflusse und wie Noah damit zurecht komme, zum Überleben auserwählt zu sein, wird Aronofsky zum Schluss gefragt. »Genau dies ist das Hauptmotiv von dem, was wir gemacht haben«, sagt der Regisseur. »Ich möchte nicht zu viel verraten, aber genau darum geht es.«

Man darf also gespannt sein, wie genau sich Aronofsky tatsächlich – sowohl erzählerisch als auch theologisch – an die Botschaft der Bibel hält. »Noah« wird jedenfalls ein besonderes Ereignis im Kino werden.

Timo Roller

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